
1904 gründete ein junger Ingenieur Namens Wilhelm Wallbrecht in Kassel die Firma W. Wallbrecht Beton- und Eisenbetonbauten. Die Firma widmete sich in den Anfangsjahren als eine der Ersten dem Eisenbetonbau (heute Stahlbetonbau). Etliche bedeutsame Brückenbauwerke sind durch die Mitarbeiter der Firma W. Wallbrecht in dieser Zeit entstanden. Nachdem der Betrieb in den Jahren 1914 bis 1918 kriegsbedingt nur sehr eingeschränkt arbeitete, wurde Wilhelm Wallbrecht für einige Jahre in Leipzig tätig, wo er gemeinsam mit einem Partner ein Bauunternehmen betrieb. 1927 siedelte er schließlich nach Hannover über und gründete in der Tiestestraße die Firma W. Wallbrecht Unternehmung für Hochbau, Eisenbetonbau, Tiefbau Hannover - mit einer Niederlassung in Göttingen. Die Schwerpunkte des Unternehmens lagen zu dieser Zeit in den Bereichen Ingenieurhoch- und -tiefbau. 1935 traten die beiden Söhne, der Kaufmann Wilhelm und der Bauingenieur Bodo Wallbrecht in die Firma ein und führten gemeinsam die Niederlassung in Hannover weiter. Der Senior leitete bis zu seinem Tod 1942 die Filiale Göttingen, die schließlich in den 60er Jahren geschlossen wurde. In Braunschweig wurde während dessen von 1952 bis 1972 eine weitere Niederlassung betrieben, die 1972 an den damaligen Niederlassungsleiter veräußert wurde. 1959 trat Dipl.-Ing. Erwin Siebrecht als technischer Angestellter in die Firma ein und übernahm einige Jahre später die Leitung der Abteilung Hochbau. Mit ihm richtete sich das Unternehmen immer stärker auf den schlüsselfertigen Wohnungsbau aus. Nach dem Tod von Bodo Wallbrecht 1968 wurden Erwin Siebrecht und der Leiter der Tiefbau-Abteilung, Dipl.-Ing. Heinrich Meyer, 1971 als Gesellschafter aufgenommen und zu weiteren Geschäftsführern bestellt. Im Jahr 1986 starb Wilhelm Wallbrecht, die Weiterführung des Unternehmens übernahmen Erwin Siebrecht und Heinrich Meyer nun alleinverantwortlich. Im Februar 1990 schied Heinrich Meyer aus Altersgründen sowohl als Gesellschafter, als auch als Geschäftsführer aus. Bis zum Jahr 1995 führte Erwin Siebrecht als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen. Nach der Grenzöffnung wurde 1993 eine Niederlassung in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) gegründet, die 1994 nach Magdeburg verlegt wurde. Über die regionale Ausrichtung auf den Magdeburger Raum hinaus entfaltete die Firma bis Ende 1998 darüber hinaus starke Aktivitäten im Schlüsselfertigen Wohnungs- und Gewerbebau in den Neuen Bundesländern. 1995 trat Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank Siebrecht, Sohn von Erwin Siebrecht, als weiterer geschäftsführender Gesellschafter in das Unternehmen ein, und seitdem führen die Herren Siebrecht das Unternehmen in enger Abstimmung gemeinsam. Bedingt durch die unmittelbar einsetzende Krise der Bauwirtschaft musste das Unternehmen sodann hinsichtlich seiner Strukturen, seiner Kapazitäten sowie hinsichtlich des Wirkungskreises und des Leistungsspektrums an die drastisch veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. In diesem Zuge wurden auch elektronische Hilfsmittel und moderne Informationswege verstärkt verfügbar gemacht. |