Das Motto der EXPO 2000, die vom 1. Juni 2000 bis zum 31. Oktober 2000 in Hannover stattfand, war Mensch-Natur-Technik.
Sie war eine der größten Kulturveranstaltungen in der Geschichte der EXPO und die 1. Weltausstellung in Deutschland.
Anspruchsvolle Architektur, kreative und sensible Landschaftsgestaltung und hohe Ingenieur- und Baukunst waren maßgebend. In der Gestaltungsqualität hatte die Umwelt eine zentrale Rolle. Die Vorgehensweise der Nationen war sehr unterschiedlich, dies machte unsere Bauaufgabe zu einer der spannendsten und schönsten Herausforderungen bisher.
Nachfolgend stellen wir Ihnen die Objekte vor, an dessen Fertigstellung wir in Arbeitsgemeinschaften beteiligt waren.
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Deutscher Pavillon
Architekt: WUND EXPO Pavillon Hannover GmbH
Friedrichshafen, Josef Wund
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Der offizielle Beitrag der Bundesrepublik Deutschland war der Deutsche Pavillon und daher von besonderer Bedeutung und dementsprechend von hoher architektonischer Qualität. Der Blickpunkt auf der EXPO-Plaza. Der Pavillon ist 130 Meter lang, 90 Meter breit und besteht aus Stahl, Glas und Holz. Eine technische Innovation stellen die konkav nach innen gebogene Glasfassade und ihre Aufhängung dar. Glasstützen mit Stahlkern stoßen durch die Fassade durch und tragen die sechs je 200 Tonnen schweren Dachelemente. Im inneren des Pavillons hatten die Besucher die Möglichkeit sich in drei verschiedenen
Shows zu informieren. Im Eingangsbereich präsentierte sich die Ideenwerkstatt Deutschland mit 47 Gipsköpfen die das Land auf Ihre Weise vorangebracht haben. Anschließend gelangte der Besucher in ein 720-Grad Rundumkino. Dort wurde eine Multimedia-Show über Deutschland gezeigt. Im nächsten Bereich stellten sich die 16 Bundesländer dar.
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Plaza Forum und EuropaHaus
Architekten: Determann & Martienssen, Hannover
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Durch eine einheitliche Fassadengestaltung und eine horizontale Gliederung entstand ein homogenes Erscheinungsbild. Das Plaza Forum hat die Maße: 50 Meter breit, knapp 22 Meter hoch und eine Länge von 100 Metern. Das EuropaHaus hat ca. die gleichen Maße, außer die Länge unterscheidet sich, denn das EuropaHaus ist 130 Meter lang. Die Gebäude werden auch nach der EXPO weitergenutzt als World Trade Center Hannover (WTC H) und als Gewerbe-, Büro-, und Hochschulgebäude.
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Jemenitischer Pavillon
Architekt: Dar-Almohandis Mohamed Kassim Alarikey, Sanaa
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Das Ausstellungsgebäude, die Innenstruktur und Stadtmauer weisen eine traditionelle und marktähnliche Atmosphäre auf. Dazu tragen natürlich auch die reich verzierten Fassaden bei. Die Stadtmauer und das Gebäude selbst wurden mit lehmverputzten Ziegeln erbaut. Die Ausstellung zeigte verschiedene soziale und kulturelle Aspekte des Landes. Das Gebäude wird durch eine Fernseh-Produktionsgesellschaft weitergenutzt.
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Französischer Pavillon
Architekt: Françoise-Hélène Jourda, Paris
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Der französische Pavillon war der größte auf dem Pavillongelände-Ost. Eine französische Sportartikelfirma (Decathlon) ist Bauherr dieses Gebäudes und vermietete den Pavillon während der EXPO an Frankreich. Der Pavillon besteht hauptsächlich aus Glas und einem Tragewerk aus Stahl. Das Thema der Ausstellung war: Transport, Mobilität, Bewegung.
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Belgischer Pavillon
Architekt: Karsten Riedel, Groep Planning, Brüssel
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Der belgische Pavillon ist ein demontierbares und flexibel aufstellbares Gebäude. Der Innenraum hat eine Grundfläche von 50x38 Meter. Er basiert auf einer Stahlkonstruktion, die Wände bestehen aus einem Stahlrahmen der mit Holzpaneelen gefüllt ist. Aus einer Art Gitterrost und Lamellen setzt sich das Dach zusammen. Im Obergeschoss dominiert das Glas. Nach der EXPO wird der Pavillon durch die Pepermint-Park-Studios weitergenutzt.
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Norwegischer Pavillon
Architekt: Wilhelm Muthe-Kaas, LPO architektur & design as, Oslo
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Der Komplex bestand aus zwei unabhängigen Gebäuden, die sich in den Ausstellungsraum und den Serviceraum teilten. Im Ausstellungsraum befand sich ein 15 Meter hoher Wasserfall und der Raum der Stille, dies war eine Besonderheit, es trafen zwei Kontraste aufeinander. Die Grundfläche hat die Maße 15x33 Meter. Diese Gebäude bestanden aus geleimten Holzelementen und einer Außenfassade aus Aluminium. Das Hauptthema war: Umwelt, Energie, Technologie. Das Servicegebäude bestand hauptsächlich aus Holz und hat eine Grundfläche von 12x70 Meter. Die Höhe betrug 15 Meter. Die einzelnen Gebäudeelemente waren leicht demontierbar und von daher auch sehr praktisch zur Nachnutzung.
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Finnischer Pavillon
Architekten: Sarlotta Narjus und Antti-Matti Siikala, SARC Architects Ltd., Helsinki
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Der finnische Pavillon trägt den Namen Windnest. Die Besonderheit an diesem Pavillon ist die, dass dort ein Birkenwald mit 100 Bäumen im Inneren steht und zwei kleine hölzerne Brücken beide Teile des Pavillons verbindet. Die Außenfassade ist 16 Meter hoch besteht aus Holz- und Glaswänden mit einem Stahltragwerk.
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Vereinigte arabische Emirate
Architekt: Alain Durand-Henriot, Abu Dhabi
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Der Gebäudekomplex bestand aus drei Elementen. An der Eingangspforte standen 18 Meter hohe Türme, die den Eingangsbereich interessant gestalten. Der erste Teil ist ein U-förmiges Ausstellungsgebäude in dem ein arabischer Marktplatz aufgebaut war und der zweite Teil ist ein zweistöckiges Büro- und Servicegebäude. Der dritte Teil des Komplexes war 23 Meter hoch, es war ein rundes Element mit einem 360° Kino. Ein Film über die Lebensweise der Menschen in den Scheichtümern wurde dort den fünf Millionen Besuchern des Pavillons präsentiert.
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Äthiopischer Pavillon
Architekt: Arthesia Themenwelten und Kommunikationsarchitektur GmbH, Berlin
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Im äthiopischen Pavillon konnte man eine Zeitreise zwischen Vergangenheit und Zukunft des Landes unternehmen. Er wurde traditionell aus Felsstein gebaut und alle Holzfenster mit Ornamenten verziert. Das weithin sichtbare Symbol war ein 12 Meter hoher Obelisk.
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Exponale
Architekten:gmp von Gerkan, Marg & Partner, Hamburg
in ARGE mit Schlaich, Bergmann und Partner+SIAT
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Von der Westseite der Plaza führt die 127 Meter lange und 30 Meter breite Exponale zur Allee der Vereinigten Bäume. Die Brücke stellt eine außerordentliche und hohe Gestaltqualität dar. Sie besteht aus 8 bis 14 Meter langen Stahlstelen. Das Gebäude hat entsprechende Details und hat eine klare Eleganz. Bei Nacht wird aus den Stelen ein sichtbares Meer aus Leuchtstäben, die aus Acrylglaszylindern besteht.
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Seilbahnstation
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Sie waren das eigentliche Wahrzeichen der EXPO die 136 gelben Gondeln der Seilbahn. Bis zu 12 000 Besucher pro Stunde schwebten in 50 Meter Höhe über die beiden Strecken. An der zentralen Seilbahnstation Ost hatten beide Linien ihren Endpunkt. In dieser Station konnte auch eine Ausstellung über Berge, Schnee, Lawinen und ähnlich kalte Themen besucht werden. Nach der EXPO wurde die Seilbahn in den Alpen wiederaufgebaut.
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